Erbrecht

Erbrecht, Nachlassverfahren und Erbstreitigkeiten

Herr Owens hat mehr als 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit Erbrechtssachen, Nachlassverfahren und Erbstreitigkeiten zwischen den USA und Deutschland. Er kann daher deutsche Mandanten in derlei Angelegenheiten beraten und vertreten. Es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen dem Erbrecht und dem Nachlassverfahren in den USA und denen in Deutschland. Obwohl die Rechtslage innerhalb der USA grundsätzlich ähnlich ist, können zwischen den einzelnen Staaten Verschiedenheiten auftreten.

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Nachlassverfahren

Es gibt zwei Hauptunterschiede zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Erbrecht, die für die meisten deutschen Erben („heirs“) und aus Testament Begünstigte („beneficiaries“) relevant sind:

Zunächst tritt der Erbe nicht unmittelbar die Rechtsnachfolge des Erblassers an. Die Erben haben üblicherweise im Rahmen des Nachlassverfahrens weder Verpflichtungen noch Befugnisse. Sie haften auch nicht persönlich für die Schulden des Erblassers. Eine sogenannte Erbmasse („estate“), ein fiktives juristisches Konstrukt, wird beim Nachlassgericht gebildet. Diese Erbmasse wird von einem Treuhänder, welcher oft als persönlicher Vertreter („Personal representative“) bezeichnet wird, verwaltet, der von dem Erblasser im Testament benannt wurde. Sollte es kein Testament geben, wird dieser üblicherweise von dem Nachlassgericht oder den Erben ausgewählt. Der Treuhänder hat ähnliche Funktionen wie ein Testamentsvollstrecker oder Nachlassverwalter in Deutschland. Er hat nach bestem Gewissen dafür Sorge zu tragen, dass alle für die Zahlung auf die Schulden des Erblassers erforderlichen Schritte eingeleitet werden und die verbleibende Erbmasse, ggf. dem Testament entsprechend, an die Erben verteilt wird. Hierbei überwacht ihn das Nachlassgericht. Übersteigen die Schulden das Vermögen, können diese nicht vollständig abbezahlt werden, da für die Erben keinerlei Zahlungsverpflichtung besteht.

Nachdem die Schulden abbezahlt worden sind, wird als nächstes, wie in Deutschland, das verbleibende Vermögen des Erblassers an die im Testament genannten Begünstigten („beneficiaries“) bzw. in Ermangelung eines Testaments an die gesetzlich bestimmten Erben verteilt. In den USA besteht nur ein eingeschränkter Pflichtteilsanspruch für die Ehefrau und teilweise für minderjährige Kinder. Darüber hinaus ist der Erblasser frei in seiner Entscheidung darüber, wie er sein Vermögen verteilen möchte.

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Erbstreitigkeiten

Da der Treuhänder und das Gericht für den Großteil der Verwaltung der Vermögensmasse und die Verteilung der verbleibenden Erbmasse verantwortlich sind, spielen die Erben in diesem Verfahren keine Rolle. Dennoch können manchmal Streitigkeiten, beispielsweise über die Echtheit eines Testaments oder die Erbfähigkeit einzelner Erben, entstehen. Unglücklicherweise gibt es Menschen, die durch ein unredliches und teilweise illegales Vorgehen die Erben und / oder Begünstigten oder das Nachlassgericht zu täuschen versuchen, um hierdurch einen unrechtmäßigen Anteil der Erbmasse zu erhalten. In solchen Situationen müssen die Erben und Begünstigten aktiv werden und ihre Rechte verteidigen

Herr Owens hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Beratung deutscher Mandanten hinsichtlich des amerikanischen Nachlassverfahrens. Je nach Sachlage im konkreten Fall, kann er einen Überblick über das, dem Klienten in den USA bevorstehende, Nachlassverfahren geben und, falls nötig, diesen bei dem Umgang mit dem Nachlassgericht und dem Treuhänder unterstützen. Seine Erfahrung in der Abwicklung strittiger Fälle zwischen den USA und Deutschland stellt im Bedarfsfall eine wertvolle Resource dar.